21. Februar 2024

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Willkommen zur neuesten Folge unseres Podcasts! In dieser Episode werden wir uns mit einem weiteren spannenden Thema auseinandersetzen: Wie können verschiedene Akteure im Pflegekontext mithilfe von Rollenspielen und "Enactments" befähigt werden, an einem Technologieentwicklungsprozess teilzunehmen?

Unsere Gäste in dieser Folge sind Prof. Dr. Norbert Link, Christian Felix Purps und Tobias Roos vom Projekt KARE. Sie haben umfangreiche Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt und werden uns einen Einblick in die Möglichkeiten und Herausforderungen geben, die mit dieser partizipatorischen Methode verbunden sind.

Technologie spielt eine immer größere Rolle im Pflegebereich, aber es ist von entscheidender Bedeutung, dass diejenigen, die in diesem Bereich tätig sind, an der Gestaltung und Entwicklung dieser Technologien beteiligt sind. Durch Rollenspiele und Enactments können die verschiedenen Stakeholder, wie zum Beispiel Pflegekräfte, Patienten und Angehörige, aktiv in den Entwicklungsprozess einbezogen werden. Dadurch entsteht ein Raum für den Austausch von Erfahrungen, Bedürfnissen und Ideen, um sicherzustellen, dass die Technologien den tatsächlichen Anforderungen und Herausforderungen im Pflegealltag gerecht werden.

In dieser Podcastfolge werden wir erfahren, wie das Projekt KARE diese partizipatorische Methode anwendet und welche konkreten Ergebnisse und Erkenntnisse sie dabei gewonnen haben. Wir werden auch auf die möglichen Hindernisse und Schwierigkeiten eingehen, die bei der Einbindung verschiedener Stakeholder auftreten können und wie diese überwunden werden können.

Egal, ob Sie im Pflegebereich tätig sind, ein Technologieentwickler sind oder einfach nur daran interessiert sind, wie Menschen zusammenkommen, um positive Veränderungen zu bewirken, diese Episode wird Ihnen sicherlich neue Einblicke und Perspektiven bieten. Viel Spaß beim Zuhören!

Prof. Dr. Norbert Link ist ein Experte auf den Gebieten des Maschinellen Lernens und der Computer Vision. Er hat sein Physik-Diplom an der damaligen Universität Karlsruhe (heute Karlsruher Institut für Technologie) erlangt und dort auch an der Fakultät für Physik promoviert. Nach Phasen in der Industrie und an der Hochschule Karlsruhe leitete er die Abteilung für Erkennungs- und Diagnosesysteme des Fraunhofer-Instituts IOSB. Seine Arbeit konzentrierte sich dort auf Bild- und Signalanalyseprojekte für namhafte Unternehmen und die deutsche Regierung.
Norbert war von 1998 bis 2014 Lehrbeauftragter für Computer Vision am KIT. Von 2000 bis März dieses Jahres war er auch ordentlicher Professor an der Hochschule Karlsruhe und war dort Gründer und Sprecher der Forschungsgruppe Intelligente Systeme. Er leitete dort Projekte angewandter, fertigungsbezogener Forschung in internationalen Konsortien, die von der EU-Kommission unterstützt wurden. Der technologischen Gundlagenforschung widmete er sich in Projekten unter Förderung der DFG. Er ist außerdem Mitgründer der Vitracom AG, einem Unternehmen für videobasierte Shopper-Analysen, und der Inferics GmbH, die sich mit der Entwicklung von Edge-AI für die Analyse von Video- und 3D-Daten beschäftigt. In beiden Unternehmen hat Norbert Projekte geleitet, welche Technologien für Interaktion und für die Unterstützung der Pflege zum Ziel hatten und zum Teil vom BMBF gefördert wurden.
Heute ist er emeritiert im professoralen Ruhestand und konzentriert sich auf das Ziel, mit der Inferics pflegeunterstützende KI-Technologien nutzbringend und marktfähig auf die Straße zu bringen.

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Tobias Roos arbeitet als Akademischer Mitarbeiter am Institut Mensch, Technik, Teilhabe (IMTT) der Hochschule Furtwangen und beschäftigt sich dort unter anderem mit Partizipativer Forschung, der Implementierung von Forschungsergebnissen in die verschiedenen Kontexte der Gesundheitsversorgung und Assistiven Technologien. 

Mit Wurzeln in den Angewandten Gesundheitswissenschaften (Schwerpunkt Assistive Gesundheitstechnologien) sowie der Versorgungsforschung und Implementierungswissenschaft gestaltet er seit März 2022 mit den verschiedenen Kolleginnen und Kollegen im Projekt KARE zum Beispiel den partizipativen Co-Creation- und Forschungsprozess, die ethische Begleitung und im späteren Verlauf die Evaluation des entwickelten Systems im Versorgungskontext mit.

Erik Schüler ist Masterstudent im Fachbereich Medien an der Hochschule Düsseldorf. Er interessiert sich dabei besonders für die Produktion audiovisueller Medien und hat bereits einige Erfahrung mit redaktionellem Arbeiten, sowie der Erstellung von Podcasts und anderen Formaten während des Studiums, unter anderem im Projekt "Klimabox", der Arbeit bei Radio RPR1. und ähnlichen Tätigkeiten sammeln können.